Nähere Informationen zu Ihrer reise in die lüneburger Heide:

29.03.2020

Nach nur kurzer Busanreise beziehen wir unser Quartier in Niederhaverbeck, mitten im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Umgeben von Obstwiesen, alten Eichen, Wäldern, ehemaligen Rieselwiesen und großen Heidearealen lädt die direkte Umgebung zu einer ersten Tour ein. Gartenrotschwanz und Schwarzkehlchen sind hier häufig, doch ist auch der Wiedehopf bereits eingetroffen und begegnen wir dem Raubwürger?

Bei gutem Wetter geht es abends auf die Suche nach der Vielfalt der Nacht, denn schon im Frühjahr ist die Heide Heimat zahlreicher Nachtfalterarten. Gleichzeitig gibt es die Chance, einige der 14 im Naturschutzgebiet nachgewiesenen Fledermausarten in der Umgebung des Hotels zu beobachten.

30.03.2020

Frühaufsteher wandern mit unserem Ornithologen durch die offene Heide zu einer Aussichtskanzel. Allein der weite Blick über das meist noch nebelverhangenen Wümmemoor macht diese Wanderung einzigartig. Mit Glück gelingen zu den Rufen von Brachvogel, Bekassine und Kiebitz Beobachtungen von Birkhuhn oder gar dem Wolf.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Undeloh. Ein Wanderung entlang des Radebachtales führt durch weite, oft beweidete Heideflächen, wo neben Schafen und Rindern auch Dülmener Pferde, eine alte Wildfperderasse, eingesetzt werden. Heidepflege ist ein weiteres Thema, das wir auf der Tour auch sehen können: Plaggen, Schoppern, Heidemahd und Heidebrand sind Verfahren, die hier seit Jahrhunderten zur Anwendung kommen, um den Erhalt der Vielfalt in der Heide zu sichern. Die Wanderung endet in Undeloh mit der Kirche aus dem Jahr 1244.

31.03.2020

Streuobstwiesen, Hecken und alte Buchen- und Eichenwälder sind am heutigen Morgen die Kulisse für Frühaufsteher, um mit einem Ornithologen das typische Artenspektrum der Lüneburger Heide zu sichten.

Später treffen wir einen Heidschnuckenschäfer am Stall inmitten seiner Schützlinge. Zwischen "niedlichen" frisch geborenen Schaf- und Ziegenlämmern wird er uns über die Schafhaltung in der Heide berichten. Weiter geht es dann zum Wilseder Berg mit 169 m die höchste Erhebung Nordwestdeutschlands. Wir werden staunen, welche Auswirkungen dieser Höhenrücken auf Flora und Fauna im Gebiet zeigt. Mit etwas Glück begegnen wir Zauneidechse, Kreuzotter und/oder Schlingnatter. Um die Mittagszeit erkunden wir das Heidedorf Wilsede. Eine Führung durch den Ort zeigt die für die Region typische wechselseitige Beziehung zwischen dem Wirtschaften des Menschen und der Kulturlandschaft.

Zurück nach Niederhaverbeck geht es entweder mit der Kutsche oder zu Fuß entlang des Stein- oder Totengrundes, eine Landschaft, die durch nacheiszeitliche Schmelzwasser wildromantisch geprägt wurde.

Am Abend können bei einer Eulenwanderung mit etwas Glück Waldkauz, Rauhfußkauz, Waldohreule und/oder Sperlingskauz belauscht werden.

01.04.2020

Die tägliche Vogelexkursion für Frühaufsteher führt heute in die weiten Heideflächen unterhalb des Wilseder Berges. Hier wurden zur Jahrtausendwende größere Fichtenaufforstungen entnommen und wieder in von Eichenalleen umsäumte Heideflächen zurückverwandelt. Ein toller Lebensraum für Mittelspecht und Wendehals. Vormittags fahren wie pünktlich zur Wollgrasblüte ins Piezmoor, einem aufwendig renaturierten Hoch- und Übergangsmoorareal innerhalb des Schutzgebietes. Zu dieser Jahreszeit beeindruckt das über 400 ha große Gebiet mit phantastischen Landschaftsbildern. Bekannt ist das Moor auch durch die große Moorfroschpopulation. Die zur Balzzeit strahlend blau erscheinenden Frösche können hier direkt vom Bohlensteg beobachtet werden.

Zur Mittagszeit verlassen wir die Lüneburger Heide und kehren in der historischen Altstadt von Lüneburg ein. Ein fachkundiger Stadtführer führt uns anschließende durch die Hansestadt mit ihren wunderschönen Fachwerkgebäuden und erklärt uns dabei den Zusammenhang zur Lüneburger Heide. Bis in den Abend hinein können Sie danach die Stadt selbstständig erkunden.

02.04.2020

Den Abschluss unserer Tour durch die Lüneburger Heide bietet ein Besuch auf dem Landschaftspflegehof Tütsberg der VNP Stiftung Naturschutzpark. Von hier aus wird Niedersachsens flächenmäßig größter landwirtschaftlicher Betrieb als Biolandbetrieb geführt. Bei der Führung wird noch einmal deutlich, wie facettenreich dieses Naturschutzgebiet ist und mit welchen modernen Methoden die Kulturlandschaft erhalten wird. Nach einem Rundgang um den Tütsberg mit Ausblicken auf Dünenareale, Eichenstühbüsche, große Heideareale, Sandmagerrasen und extensiv genutztes Ackerland verabschieden wir uns aus einer Region, die ihren besonderen Charme über die Jahrhunderte bewahren konnte.