Nähere Informationen zu Ihrer reise in den Pfälzer Wald und die Nordvogesen:

25.04.2020

Über die Zustiegsorte Oldenburg, Bremen und hannover-Anderten fahren wir gen Süden. Im Nahetal wartet am Nachmittag eine besondere Attraktion auf uns: Der Rotenfels, steilste Felswand nördlich der Alpen mit seinen sonnenverwöhnten Weinbergen in unglaublich steilen Lagen wir aufgesucht. Bei atemberaubenden Ausblicken über das Nahetal erfahren wir viel über den Lebensraum von Wanderfalke, Zippammer und Co. - hier, wo sich mitunter sogar der Schlangenadler blicken lässt. Hier unternehmen wir eine kleine Wanderung, werden Pflanzen und Tiere dieser Trockenstandorte kennen lernen und kehren zünftig zu einem Begrüßungskaffee ein. Danach - wir erfahren viel über die Lebensräume, die wir unterwegs durchqueren, so auch ein Projekt zum Schutz der seltenen Würfelnatter - führt uns die Reise weiter nach Süden, zu unserem Quartier, dem beschaulichen Örtchen Annweiler am Trifels, zweitälteste Stadt der Pfalz, am idyllischen Flüsschen Queich gelegen. Dort wohnen wir in der Pension Bergterrasse, die hoch über den Dächern von Annweiler auf einem kleinen "Hochplateau" residiert und weite Blicke über die Täler und zu den Bergen zulässt. Am Abend lernen wir Annweilers mittelalterlichen Stadtkern an der Queich bei einer kurzen Führung kennen. Dort wird uns auch das Abendessen serviert - im Traditionshaus Zur Alten Gerberei, das weithin für seine Pfälzer Küche bekannt und beliebt ist.

26.04.2020

Wir starten am Morgen zu einem der "Fixpunkte" des Pfälzer Waldes und steigen durch den Wald zur Burg Trifels auf, die hoch über Annweiler thront. Diese Burganlage ist eine der - auch durch ihre teilweise Wiederherstellung Mitt des vergangenen Jahrhunderts - besterhaltenen, in der Struktur mittelalterlicher Burgen, Anlagen dieser Art in Europa. Dort erfahren wir viel über deren Geschichte, zu der auch ein prominenter Gefangener gehörte, König Richard Löwenherz von England, der hier auf der Rückkehr von einem Kreuzzug lange Zeit sein Dasein fristen musste. Auch der Bergwald als Lebensraum wird im Mittelpunkt stehen. Es besteht ausreichend Gelegenheit, die weitläufige Burganlage, in der auch lange zeit die Reichsinsignien als Zeichen der Kaiserwürde aufbewahrt wurden, zu besichtigen und die atemberaubenden Ausblicke bis zu weiteren Burgen, Felsen und der Rheinebene zu genießen. Der Nachmittag gehört der Villa Ludwigshöhe, die von König Ludwig I. von Bayern hoch über der Rheinebene ab 1846 über dem Örtchen Edenkoben als klassizistisches Schloss errichtet wurde. Wir erfahren bei einer Schlossführung viel Spannendes - und Überraschendes - über den bayerischen Teil der Geschichte dieser Region und machen einen Rundgang durch die Parkanlagen. Einkehrmöglichkeit im Schlosscafé.

27.04.2020

Der Tag des Weins: Eine Wanderung führt uns aus der Rheinebene hinauf zur Kropsburg. Hierbei stehen sowohl die Naturvielfalt in naturnah bewirtschafteten Weinbergen als auch die Probleme von Intensivbewirtschaftung im Mittelpunkt. Unterwegs treffen wir einen Biowinzer, der viel über den Weinbau erzählen, und uns durch seine "Wingert", seine Weinberge, führen wird. Die Erkundung des malerischen Weinorts St. Martin ist dann jedem selbst überlassen. Am Nachmittag treffen wir uns an einem Bioland-Weingut, erleben eine Kellerführung und den frühen Abend bei einer gemütlichen Weinprobe und kleinen Pfälzer Spezialitäten.

28.04.2020

Unser erster Tag, der uns auch über die grüne Grenze zu unseren europäischen Freunden und Nachbarn nach Frankreich bringt: Wir wandern von Eppenbrunn durch tiele Täler und vorbei an duftenden Wiesen zu einem riesigen Buntsandsteinmassiv, das sich als echtes "Dornröschenschloss" entpuppt und erst dann in seiner Gewaltigkeit erkennbar und bestaunbar ist, wenn man direkt davor steht: Der Altschlossfelsen! Auf bis zu 406 Metern Höhe gelegen, stellt der die größte Felsformation der Pfalz dar. Mit seinen bunten Schichtungen, seinen Höhlen und "Dächern" gehört er zu den Naturwundern Europas und erstreckt sich bis an die französische Grenze, die wir kurz queren, um dann nach Eppenbrunn entlang gluckernder Bäche und - mit etwas Glück - vielen Frühlingsnaturbeobachtungen, zu denen auch junge Molche zählen dürften - zurück zu wandern.

29.04.2020

Unser "Wanderfalken-Tag"! Heute wollen wir hautnah erleben, was praktischer Naturschutz ist - und dabei diese Vogelart, eine der faszinierendsten weltweit, kennenlernen! Dazu werden wir, verbunden mit einer Wanderung durch dichten Wald, bei Vorderweidenthal Wanderfalkenbewacher im Wald besuchen und viel über deren (ehrenamtliches) Tun erfahren. An gleicher Stelle haben Heike Neunaber und Rüdiger Wohlers mehrere Jahre an der Bewachung dieser wohl schnellsten Greifvögel der Welt teilgenommen, so dass wir dazu viel Wissenswertes, auch zur Lebensweise der Wanderfalken, die wir hier beobachten wollen, hören werden. Mittags kehren wir in einer urigen Bauernhofschänke ein, in der es nicht nur den "Handkäs' mit Musik" sondern auch andere Pfälzer Kleinigkeiten geben wird - garniert mit Burgenblick! Nachmittags geht es nach Fischbach, wo nach einer Wanderung das Info-Zentrum des Biosphärenreservats besichtigt werden soll. Am Abend werden wir mittels eines so genannten "Bat-Detectors", der die Ultraschalllaute von Fledermäusen für das menschliche Ohr hörbar macht, viel über diese fliegenden Säugetiere lernen und hoffentlich viele von ihnen beobachten können.

30.04.2020

Heute sind die Rheinauen, einer von "Europas letzten Dschungeln", unser Ziel: Mit einer kleinen Personenfähre geht es über den Rhein zum Kühkopf, einem der letzen verbliebenen Auwaldgebiete des Rheins. Unser Wanderung führt unter uralten Eichen, Ulmen und Eschen der Hartholzaue hindurch. Kletterpflanzen ranken bis zu 30 Meter hinauf in die Kronen, gefallene Baumriesen bieten als Totholz zahlreichen Tieren einen Lebensraum. Beobachtungstürme schaffen Einblicke auf Gewässer und ausgedehnte Kopfweidenflächen an den Altarmen des Rheins. Am späten Nachmittag fahren wir ins geschichtsträchtige Speyer, wo uns eine Stadtführung nach dem Motto "Anno Domini" in historischer Kleidung mit Schauspiel erwartet, und natürlich der Dom zu Speyer, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, besichtigt werden kann.

01.05.2020

Hinüber ins Elsaß! Wir fahren auf der Deutschen Weinstraße entlang, um viel Interessantes auch zur jüngeren Geschichte zu erfahren, hinunter in die Ebene und erleben direkt hinter der französischen Grenze die elsässische Stadt Wissembourg (Weißenburg) deren "Savoir vivre" wir be einem Stadtbummel erleben können. Anschließend lernen wir die unterschiedlichen, artenreichen Lebensräume und Vogelarten kennen, die wir bei einer Rundwanderung um Wissembourg bei fachkundiger Führung sehen und hören werden. In Wissembourg gibt es gute Gelegenheiten sich mit kleinen elsässischen Leckereien für Daheimgebliebene und/oder sich selbst zu versorgen.

02.05.2020

Heute heißt es Abschied nehmen von der "Bergterrasse", von Annweiler und dem Trifelsblick und dem Pfälzer Wald - aber nicht, ohne noch herrliche Lebensräume für Zippammer, Steinkauz und Co. kennengelernt zu haben: Eine Wanderung bei Bad Dürkheim führt uns dorthin. In der alten Salinenstadt wollen wir abschließend einkehren, bevor wir uns auf die Rückfahrt zu unseren Zustiegsorten machen. Adieu Pfälzer Wald und Nordelsass - wir kommen wieder!