Nähere Informationen zu Ihrer reise in den Pfälzer Wald und die Nordvogesen:

24.04.2021

 
Über die Zustiegsorte Oldenburg, Bremen und Hannover-Anderten fahren wir gen Süden. Im Nahetal wartet am Nachmittag eine besondere Attraktion auf uns: Der Rotenfels, steilste Felswand nördlich der Alpen, mit seinen sonnenverwöhnten Weinbergen in unglaublich steilen Lagen. Bei atemberaubenden Ausblicken über das Nahetal erfahren wir viel über den Lebensraum von Wanderfalke, Zippammer
und Co – hier, wo sich mitunter sogar der Schlangenadler blicken lässt. Wir unternehmen eine kleine Wanderung, werden Pflanzen und Tiere dieser Trockenstandorte kennenlernen und kehren zünft ig zu einem Begrüßungskaffee ein. Danach – wir erfahren viel über die Lebens-räume, die wir unterwegs durchqueren so auch über ein Projekt zum Schutz der seltenen Würfelnatter – führt uns die Reise weiter nach Süden, zu unserem Quartier, dem beschaulichen Örtchen Annwei-
ler am Trifels, zweitälteste Stadt der Pfalz und am idyllischen Flüsschen
Queich gelegen. Dort wohnen wir in der Pension Bergterrasse, die hoch
über den Dächern von Annweiler auf einem kleinen „Hochplateau“ resi-
diert und weite Blicke über die Täler und hinüber zu Burgen zulässt. Am
Abend lernen wir Annweilers mittelalterlichen Stadtkern an der Queich bei einer kurzen Führung kennen. Dort wird uns auch das Abendessen
serviert – im Traditionshaus Zur Alten Gerberei, das weithin für seine Pfälzer Küche bekannt und beliebt ist.

24.04.2021


Wir starten am Morgen zu einem der „Fixpunkte“ des Pfälzer Waldes und steigen durch den Wald zur Burg Trifels auf, die hoch über Annweiler thront. Diese Burganlage ist eine der besterhaltenen - in der Struktur mittelalterlicher Burgen - Anlagen dieser Art in Europa. Dort erfahren wir viel über deren Geschichte, zu der auch ein prominenter Gefangener gehörte, König Richard Löwenherz von England, der hier auf der Rückkehr von einem Kreuzzug lange Zeit sein Dasein fristen musste. Auch der Bergwald als Lebensraum wird im Mittelpunkt
stehen. Es besteht ausreichend Gelegenheit, die weitläufige Burganlage, in der auch lange Zeit die Reichsinsignien als Zeichen der Kaiserwürde aufbewahrt wurden, zu besichtigen und die  atem-beraubenden Ausblicke bis zu weiteren Burgen, Felsen und der
Rheinebene zu genießen. Der Nachmittag gehört einem ganz besonde-
ren Schloss – einem, das einen festen Platz in der deutschen Geschichte und ihrem damaligen Aufbruch zu bürgerlichen Freiheiten hat: Wir besichtigen bei einer Führung das Hambacher Schloss und genießen den grandiosen Blick über die Rheinebene bis zum
Schwarzwald. Einkehrmöglichkeit imSchlosscafé.

 

26.04.2021


Der Tag des Weins: Eine Wanderung führt uns aus der Rheinebene hinauf zur Kropsburg. Hierbei stehen sowohl die Naturvielfalt in naturnah bewirtschaft eten Weinbergen als auch die Probleme von Intensivbewirtschaftung im Mittelpunkt. Unterwegs treffen wir einen Biowinzer, der viel über den Weinbau erzählen und uns durch
seine „Wingert“, seine Weinberge, führen wird. Die Erkundung des ma-
lerischen Weinorts St. Martin ist dann jedem selbst überlassen. Am Nachmittag treffen wir uns an einem Bioland-Weingut, erleben eine Kellerführung und genießen den frühen Abend bei einer gemütlichen Weinprobe und kleinen Pfälzer Spezialitäten.

27.04.2021

 
Unser erster Tag, der uns auch über die grüne Grenze zu unseren europäischen Freunden und Nachbarn nach Frankreich bringt: Wir wandern von Eppenbrunn durch tiefe Täler und vorbei an duftenden Wiesen zu einem riesigen Buntsandsteinmassiv, das sich als echtes „Dornröschenschloss“ entpuppt und erst dann in seiner Gewaltigkeit erkennbar und bestaunbar ist, wenn man direkt davor steht: Der Altschlossfelsen! Auf bis zu 406 Metern Höhe gelegen, stellt er die größte Felsformation der Pfalz dar. Mit seinen bunten Schichtungen, seinen Höhlen und „Dächern“ gehört er zu den Naturwundern Europas und erstreckt sich bis an die französische Grenze, die wir kurz queren, um dann nach Eppenbrunn entlang gluckernder Bäche und – mit etwas Glück – vielen Frühlings-Naturbeobachtungen, zu denen auch junge Molche zählen dürften – zurück zu wandern.

 

28.04.2021

 
Unser „Wanderfalken-Tag“! Heute wollen wir hautnah erleben was praktischer Naturschutz ist – und dabei diese Vogelart, eine der faszinierendsten weltweit, kennenlernen! Dazu werden wir, verbunden mit einer Wanderung durch dichten Wald, bei Vorderweidenthal Wanderfalkenbewacher im Wald besuchen und viel über deren (ehrenamtliches) Tun erfahren. An gleicher Stelle haben Heike Neunaber und Rüdiger Wohlers mehrere Jahre lang an der Bewachung dieser wohl schnellsten Greifvögel der Welt teilgenommen, sodass wir dazu viel Wissenswertes, auch zur Lebensweise der Wanderfalken, die wir hier beobachten wollen, hören werden. Mittags kehren wir in einer urigen Bauernhofschänke ein, in der es nicht nur den „Handkäs mit Musik“, sondern auch andere Pfälzer Kleinigkeiten geben wird – garniert mit Burgenblick! Nachmittags geht es nach Fischbach, wo nach einer Wanderung das Info-Zentrum des Biosphärenreservats besichtigt werden soll. Am Abend werden wir mittels eines so genannten „Bat Detectors“, der die Ultraschalllaute von Fledermäusen für das menschliche Ohr hörbar macht, viel über diese fliegenden Säugetiere lernen und hoffentlich viele von ihnen beobachten können.

 

29.04.2021

 
Heute sind die Rheinauen, einer von „Europas letzten Dschungeln“, unser Ziel: Mit einer kleinen Personenfähre geht es über den Rhein zum Kühkopf, einem der letzten verbliebenen Auwaldgebiete des Rheins. Unsere Wanderung führt unter uralten Eichen, Ulmen und Eschen der Hartholzaue hindurch. Kletterpflanzen ranken bis zu 30 Meter hinauf in die Kronen, gefallene Baumriesen bieten als Totholz zahlreichen Tieren einen Lebensraum. Beobachtungstürme schaffen Einblick auf Gewässer und ausgedehnte Kopfweidenflächen an den Altarmen des Rheins. Am späten Nachmittag fahren wir ins geschichtsträchtige Speyer, wo uns eine Stadtführung unter dem Motto „Anno Domini“ in historischer Kleidung mit Schauspiel erwartet und natürlich der Dom zu Speyer, der zum UNESCO-Welterbe zählt, besichtigt werden kann.

30.04.2021

 
Hinüber ins Elsass! Wir fahren auf der Deutschen Weinstraße entlang, um viel Interessantes auch zur jüngeren Geschichte zu erfahren, hinunter in die Ebene und erleben direkt hinter der französischen Grenze die elsässische Stadt Wissembourg (Weissenburg), deren „Savoir vivre“ wir bei einem Stadtbummel erleben können. Anschließend lernen wir die unterschiedlichen, artenreichen Lebensräume und Vogelarten kennen, die wir bei einer Rundwanderung zu Burgen im pfälzisch-elsässischen Grenzgebiet sehen und hören werden. In Wissembourg gibt es gute Gelegenheiten, sich mit kleinen elsässischen Leckereien für Daheimgebliebene und/oder sich selbst zu versorgen!

 

01.05.2021

 
Heute heißt es Abschied nehmen von der „Bergterrasse“, von Annweiler, dem Trifelsblick und dem Pfälzer Wald – aber nicht, ohne noch herrliche Lebensräume für Zippammer, Steinkauz und Co. kennen gelernt zu haben: Eine Wanderung bei Bad Dürkheim führt uns dorthin. In der alten Salinenstadt wollen wir abschließend einkehren, bevor wir uns auf die Rückfahrt zu unseren Zustiegsorten machen. Adieu, Pfälzer Wald und Nordelsass – wir kommen wieder!