Nähere Informationen zu Ihrer reise in den Pfälzer Wald und die Nordvogesen:

Zippammer (c) Werner Bartsch
Zippammer

Samstag, 23.04.2022

 

Über die Zustiegsorte Oldenburg und Bremen fahren wir gen Süden. Im
Nahetal wartet am Nachmittag eine besondere Attraktion auf uns: Der
Rotenfels, steilste Felswand nördlich der Alpen, mit seinen sonnenverwöhnten Weinbergen in unglaublich steilen Lagen, wird aufgesucht. Dort erfahren wir viel über den Lebensraum von Wanderfalke, Zippammer und Co – hier, wo sich mitunter sogar
der Schlangenadler blicken lässt. Wir unternehmen eine kleine Wanderung, werden Pflanzen und Tiere dieser Trockenstandorte
kennenlernen und kehren zünftig zu einem Begrüßungskaffee
ein. Danach – wir erfahren viel über die Lebensräume, die wir unterwegs durchqueren, so auch über ein Projekt zum Schutz der seltenen Würfelnatter – führt uns die Reise weiter nach Süden, zu unserem Quartier, dem beschaulichen Örtchen Annweiler am
Trifels, zweitälteste Stadt der Pfalz, am idyllischen Flüsschen Queich gelegen. Dort wohnen wir in der Pension Bergterrasse, die hoch über den Dächern von Annweiler auf einem kleinen „Hochplateau“ residiert und weite Blicke über die Täler und hinüber zu Burgen zulässt. Am Abend lernen wir Annweilers mittelalterlichen Stadtkern an der Queich bei einer kurzen Führung kennen. Anschließend wird uns in einem Gasthaus ein leckeres Abendessen serviert.

Pixabay
Burg Trifels

Sonntag, 24.04.2022

 

Wir starten am Morgen zu einem der „Fixpunkte“ des Pfälzer Waldes und steigen durch den Wald zur Burg Trifels auf, die hoch über Annweiler thront. Diese Burganlage ist eine der – auch durch ihre teilweise Wiederherstellung Mitte des vergangenen Jahrhunderts
– besterhaltenen, in der Struktur mittelalterlicher Burganlagen dieser
Art in Europa. Dort erfahren wir viel über deren Geschichte, zu der auch
ein prominenter Gefangener gehörte, König Richard Löwenherz von England, der hier auf der Rückkehr von einem Kreuzzug lange Zeit sein Dasein fristen musste. Auch der Bergwald als Lebensraum wird im Mittelpunkt stehen. Es besteht ausreichend Gelegenheit, die weitläufige Burganlage, in der auch lange Zeit die Reichsinsignien als
Zeichen der Kaiserwürde aufbewahrt wurden, zu besichtigen und dabei die atemberaubenden Ausblicke bis hin zu weiteren Burgen, Felsen und der Rheinebene zu genießen. Der Nachmittag gehört einem ganz besonderen Schloss – einem, das einen festen Platz in der deutschen Geschichte und ihrem damaligen Aufbruch zu bürgerlichen Freiheiten hat: Wir besichtigen bei einer Führung das Hambacher Schloss und genießen den grandiosen Blick über die Rheinebene bis zum Schwarzwald. Einkehrmöglichkeit im Schlosscafé.

 

(c) Axel Roschen

Montag, 25.04.2022

 

Der Tag des Weins: Eine Wanderung führt uns aus der Rheinebene hinauf zur Kropsburg. Hierbei stehen sowohl die Naturvielfalt in naturnah bewirtschafteten Weinbergen als auch die Probleme von Intensivbewirtschaftung im Mittelpunkt. Unterwegs treffen wir einen Biowinzer, der viel über den Weinbau erzählen und uns durch seine „Wingert“, seine Weinberge, führen wird. Die Erkundung des  malerischen Weinorts St. Martin ist dann jedem selbst überlassen. Am Nachmittag treffen wir uns an einem Bioland-Weingut, erleben eine Kellerführung und genießen den frühen Abend bei einer gemütlichen Weinprobe und kleinen Pfälzer Spezialitäten.

Dienstag, 26.04.2022

 

Unser erster Tag, der uns auch über die grüne Grenze zu unseren europäischen Freunden und Nachbarn nach Frankreich bringt: Wir wandern von Eppenbrunn durch tiefe Täler und vorbei an duftenden Wiesen zu einem riesigen Buntsandsteinmassiv, das sich als echtes „Dornröschenschloss“ entpuppt und erst dann in seiner Gewaltigkeit
erkennbar und bestaunbar ist, wenn man direkt davor steht: Der
Altschlossfelsen! Auf bis zu 406 Metern Höhe gelegen, stellt er die größte Felsformation der Pfalz dar. Mit seinen bunten Schichtungen, seinen Höhlen und „Dächern“ gehört er zu den Naturwundern
Europas und erstreckt sich bis an die französische Grenze, die wir kurz queren, um dann entlang gluckernder Bäche nach Eppenbrunn
zurück zu wandern. Mit etwas Glück machen wir dabei viele Frühlings-
Naturbeobachtungen, zu denen auch junge Molche zählen dürften.

 

(c) Richard Götte
Wanderfalke

Mittwoch, 27.04.2022

 

Unser „Wanderfalken-Tag“! Heute wollen wir hautnah erleben was praktischer Naturschutz ist – und dabei diese Vogelart, eine der faszinierendsten weltweit, kennenlernen! Dazu werden wir, verbunden mit einer Wanderung durch dichten Wald, bei Vorderweidenthal
Wanderfalkenbewacher im Wald besuchen und viel über deren (ehrenamtliches) Tun erfahren. An gleicher Stelle haben Heike Neunaber und Rüdiger Wohlers mehrere Jahre lang an der Bewachung dieser wohl schnellsten Greifvögel der Welt teilgenommen, sodass wir dazu viel Wissenswertes, auch zur Lebensweise der Wanderfalken, die wir hier beobachten wollen, hören werden. Mittags kehren wir in einer urigen Bauernhofschänke ein, in der es nicht nur den „Handkäs mit Musik“, sondern auch andere Pfälzer Kleinigkeiten geben wird – garniert mit Burgenblick! Nachmittags geht es nach Fischbach, wo nach einer Wanderung das Info-Zentrum des Biosphärenreservats
besichtigt werden soll. Am Abend werden wir mittels eines so genannten „Bat Detectors“, der die Ultraschalllaute von Fledermäusen für das menschliche Ohr hörbar macht, viel über diese fliegenden Säugetiere
lernen und hoffentlich viele von ihnen beobachten können.

 

Rheinauen
Rheinauen

Donnerstag, 28.04.2022

 

Heute sind die Rheinauen, einer von „Europas letzten Dschungeln“, unser Ziel: Mit einer kleinen Personenfähre geht es über den Rhein zum Kühkopf, einem der letzten verbliebenen Auwaldgebiete des Rheins. Unsere Wanderung führt unter uralten Eichen, Ulmen und Eschen der Hartholzaue hindurch. Kletterpflanzen ranken bis zu 30 Meter hinauf in die Kronen, gefallene Baumriesen bieten als Totholz zahlreichen Tieren einen Lebensraum. Beobachtungstürme schaffen Einblick auf Gewässer und ausgedehnte Kopfweidenflächen an den Altarmen des Rheins. Am späten Nachmittag fahren wir ins geschichtsträchtige Speyer, wo uns eine Stadtführung unter dem Motto „Anno Domini“ in historischer Kleidung mit Schauspiel erwartet und natürlich der Dom zu Speyer, der zum UNESCO-Welterbe zählt, besichtigt werden kann.

Burg Wasigenstein
Burg Wasigenstein

Freitag, 29.04.2022

 

Hinüber ins Elsass! Wir fahren auf der Deutschen Weinstraße entlang, um viel Interessantes auch zur jüngeren Geschichte zu erfahren, hinunter in die Ebene und erleben direkt hinter der französischen Grenze die elsässische Stadt Wissembourg (Weissenburg), deren „Savoir vivre“ wir bei einem Stadtbummel erleben können. Anschließend lernen wir die unterschiedlichen, artenreichen Lebensräume und Vogelarten kennen, die wir bei einer Rundwanderung zu Burgen im pfälzisch-elsässischen Grenzgebiet sehen und hören werden. In Wissembourg gibt es gute Gelegenheiten,
sich mit kleinen elsässischen Leckereien für Daheimgebliebene
und/oder sich selbst zu versorgen!

 

Wissembourg
Wissembourg

Samstag, 30.04.2022

 

Heute heißt es Abschied nehmen von der „Bergterrasse“, von Annweiler, dem Trifelsblick und dem Pfälzer Wald – aber nicht, ohne noch herrliche Lebensräume für Zippammer, Steinkauz und Co. kennen gelernt zu haben: Eine Wanderung bei Bad Dürkheim führt uns dorthin. In der alten Salinenstadt wollen wir abschließend einkehren, bevor wir uns auf die Rückfahrt zu unseren Zustiegsorten machen. Adieu,
Pfälzer Wald und Nordelsass – wir kommen wieder!