Nähere Informationen zu Ihrer reise in den Pfälzer Wald und die Nordvogesen:

Freitag 23.10.2020 - 1. Tag

Über die Zustiegsorte Oldenburg, Delmenhorst, Bremen und Hannover-Anderten fahren wir gen Süden. Im Nahetal wartet am Nachmittag eine besondere Attraktion auf uns: Der Rotenfels, steilste Felswand nördlich der Alpen, mit seinen sonnenverwöhnten Weinbergen in unglaublich steilen Lagen, wird aufgesucht. Bei atemberaubenden Ausblicken über das Nahetal erfahren wir viel über den Lebensraum von Wanderfalke, Zippammer und Co – hier, wo sich mitunter sogar der Schlangenadler blicken lässt. Hier unternehmen wir eine kleine Wanderung, werden Pflanzen und Tiere dieser Trockenstandorte kennenlernen und kehren zünftig zu einem Begrüßungskaffee ein. Danach – wir erfahren viel über die Lebensräume, die wir unterwegs durchqueren so auch über ein Projekt zum Schutz der seltenen Würfelnatter – führt uns die Reise weiter nach Süden, zu unserem Quartier, dem beschaulichen Örtchen Annweiler am Trifels, zweitälteste Stadt der Pfalz, am idyllischen Flüsschen Queich gelegen. Dort wohnen wir in der Pension Bergterrasse, die hoch über den Dächern von Annweiler auf einem kleinen „Hochplateau“ residiert und weite Blicke über die Täler und hinüber zu Burgen zulässt. Am Abend lernen wir Annweilers mittelalterlichen Stadtkern an der Queich bei einer kurzen Führung kennen. Dort wird uns auch das Abendessen serviert – im Traditionshaus Zur Alten Gerberei, das weithin für seine Pfälzer Küche bekannt und beliebt ist.

 

Sonnabend, 24.10.2020 - 2. Tag

Wir starten am Morgen zu einem der „Fixpunkte“ des Pfälzer Waldes und steigen durch den Wald zur Burg Trifels auf, die hoch über Annweiler thront. Diese Burganlage ist eine der – auch durch ihre teilweise Wiederherstellung Mitte des vergangenen Jahrhunderts – besterhaltenen, in der Struktur mittelalterlicher Burgen, Anlagen dieser Art in Europa. Dort erfahren wir viel über deren Geschichte, zu der auch ein prominenter Gefangener gehörte, König Richard Löwenherz von England, der hier auf der Rückkehr von einem Kreuzzug lange Zeit sein Dasein fristen musste. Auch der Bergwald als Lebensraum wird im Mittelpunkt stehen. Es besteht ausreichend Gelegenheit, die weitläufige Burganlage, in der auch lange Zeit die Reichsinsignien als Zeichen der Kaiserwürde aufbewahrt wurden, zu besichtigen und die atemberaubenden Ausblicke bis zu weiteren Burgen, Felsen und der Rheinebene zu genießen. Der Nachmittag gehört einem besonderen Ort der deutschen Geschichte und der Demokratie: Wir besichtigen bei einer fachkundigen Führung das Hambacher Schloss und lassen uns von diesem bedeutungsvollen Ort begeistern.

 

Sonntag, 25.10.2020 - 3. Tag

Der Tag des Weins: Eine Wanderung führt uns aus der Rheinebene hinauf zur Kropsburg. Hierbei stehen sowohl die Naturvielfalt in naturnah bewirtschafteten Weinbergen als auch die Probleme von Intensivbewirtschaftung im Mittelpunkt. Unterwegs treffen wir einen Biowinzer, der viel über den Weinbau und durch seine „Wingert“, seine Weinberge, führen wird. Die Erkundung des malerischen Weinorts St. Martin ist dann jedem selbst überlassen. Am Nachmittag treffen wir uns an einem Bioland-Weingut, erleben eine Kellerführung und den frühen Abend bei einer gemütlichen Weinprobe und kleinen Pfälzer Spezialitäten.

 

Montag, 26.10.2020 - 4. Tag

Unser erster Tag, der uns auch über die grüne Grenze zu unseren europäischen Freunden und Nachbarn nach Frankreich bringt: Wir wandern von Eppenbrunn durch tiefe Täler und vorbei an duftenden Wiesen zu einem riesigen Buntsandsteinmassiv, das sich als echtes „Dornröschenschloss“ entpuppt und erst dann in seiner Gewaltigkeit erkennbar und bestaunbar ist, wenn man direkt davor steht: Der Altschlossfelsen! Auf bis zu 406 Metern Höhe gelegen, stellt er die größte Felsformation der Pfalz dar. Mit seinen bunten Schichtungen, seinen Höhlen und „Dächern“ gehört er zu den Naturwundern Europas und erstreckt sich bis an die französische Grenze, die wir kurz queren, um dann nach Eppenbrunn entlang gluckernder Bäche und – mit etwas Glück – vielen Herbst-Naturbeobachtungen – zurück zu wandern.

 

Dienstag, 27.10.2020 - 5. Tag.

Im Revier des Wanderfalken: Heute wollen wir die spannenden Lebensräume des dichten Pfälzer Waldes, der Sandsteinfelsen und Burgen erleben, die die Bühne der spektakulären Rettung des Wanderfalkens sind, – und dabei mit etwas Glück diese Vogelart, eine der faszinierendsten weltweit, kennenlernen! Dazu werden wir, verbunden mit einer Wanderung durch dichten Wald, bei Vorderweidenthal den Wald besuchen und viel über deren (ehrenamtliches) Tun erfahren. An gleicher Stelle haben Heike Neunaber und Rüdiger Wohlers mehrere Jahre lang an der Bewachung dieser wohl schnellsten Greifvögel der Welt teilgenommen, sodass sie dazu viel Wissenswertes, auch zur Lebensweise der Wanderfalken, die wir hier beobachten wollen, hören werden. Mittags kehren wir in einer urigen Bauernhofschänke ein, in der es nicht nur den „Handkäs mit Musik“, sondern auch andere Pfälzer Kleinigkeiten gibt – garniert mit Burgenblick! Und es steht ein Burgenbesuch an: Wir wandern von der Ruine Lindelbrunn – eine der besten Fernsichten über den Pfälzer Wald inklusive – ins Wanderfalkenrevier. Nachmittags geht es nach Fischbach, wo nach einer Wanderung das Info-Zentrum des Biosphärenreservats besichtigt werden soll.  

 

Mittwoch, 28.10.2020 - 6. Tag

Heute sind die Rheinauen, einer von „Europas letzten Dschungeln“, unser Ziel: Es geht über den Rhein zum Kühkopf, einem der letzten verbliebenen Auwaldgebiete des Rheins. Unsere Wanderung führt unter uralten Eichen, Ulmen und Eschen der Hartholzaue hindurch. Kletterpflanzen ranken bis zu 30 Meter hinauf in die Kronen, gefallene Baumriesen bieten als Totholz zahlreichen Tieren einen Lebensraum. Beobachtungstürme schaffen Einblick auf Gewässer und ausgedehnte Kopfweidenflächen an den Altarmen des Rheins. Am späten Nachmittag fahren wir ins geschichtsträchtige Speyer, wo uns eine Führung durch die größte erhaltene romanische Kirche der Welt, den Dom zu Speyer, der zum UNESCO-Welterbe zählt, erwartet. Danach ist ein kurzer Altstadtbummel möglich.

 

Donnerstag, 29.10.2020 - 7. Tag

Hinüber ins Elsass! Wir fahren auf der Deutschen Weinstraße, entlang der wir viel Interessantes auch zur jüngeren Geschichte erfahren, hinunter in die Ebene und erleben direkt hinter der französischen Grenze die elsässische Stadt Wissembourg (Weissenburg), deren „Savoir vivre“ wir bei einem Stadtbummel erleben können. Vorher genießen wir eine kurze Burgenwanderung auf der deutsch-französischen Grenze mit schönen Blicken ins Elsass. In Wissembourg gibt es gute Gelegenheiten, sich mit kleinen elsässischen Leckereien für Daheimgebliebene und/oder sich selbst zu versorgen!

 

Freitag, 30.10.2020 - 8. Tag

Heute heißt es Abschied nehmen von der „Bergterrasse“, von Annweiler, dem Trifelsblick und dem Pfälzer Wald – aber nicht, ohne noch herrliche Lebensräume für Zippammer, Steinkauz und Co kennen gelernt zu haben: Eine Wanderung bei Bad Dürkheim führt uns dorthin. In der alten Salinenstadt wollen wir abschließend einkehren, bevor wir uns auf die Rückfahrt in unsere Zustiegsorte machen. Adieu, Pfälzer Wald und Nordelsass – wir kommen wieder!