nähere informationen zu ihrer reise in die provence

08.09.2019 - 1. Tag:

Die Anreise führt uns in den Süden Deutschlands nach Neuenburg am Rhein, wo wir am frühen Abend unser Hotel für die Zwischenübernachtung erreichen. Mit einem gemeinsamen Abendessen endet der erste Tag.

09.09.2019 - 2. Tag:

Über Lyon, dem Verlauf der Rhône folgend, führt unsere Weiterfahrt nach Beaucaire, am Westrand der Provence. Unser Hotel „Robinson“, mit einem sonnendurchfluteten Innenhof inmitten einer anmutigen Felsenlandschaft, einer großzügigen Schwimmbadanlage und einladendem Restaurant, liegt etwas abseits der Altstadt, die von einer großen Festungsanlage überragt wird. In dem Restaurant unseres Hotels in Beaucaire besteht die Möglichkeit, individuell eine abwechslungsreiche Halbtagsverpflegung hinzuzubuchen. Von der Festung aus gibt es bei guter Sicht einen tollen Blick über die Oliven- und Weinbaugebiete der Rhôneebene sowie auf die weißschimmernden Kalksteinfelsen der Alpillen.

10.09.2019 - 3. Tag:

Begleitet von einem der renommiertesten guide nature, dem Biologen Frédéric Bouvet, werden wir heute erstmals zwei Schutz-gebiete der Camargue besuchen, die gegensätzlicher nicht sein können: In den verbliebenen Salzsümpfen des gewaltigen Mün-dungstrichters der Rhône, hier den „Salin-de-Giraud“, erwartet uns das reiche Leben. Unzählige Flamingos, Fischadler, Watvögel, Kuh- und Seidenreiher, Rallenreiher, Sichler, Seidensänger und vieles mehr gibt es dort zu entdecken. Mittags steht ein „französisches“ Picknick an, denn in der Abgeschiedenheit des Gebiets gibt es keine Restaurants. Am Nachmittag geht es in das Schutzgebiet der Crau, der letzten erhaltenen Steinsteppe Mitteleuropas. Genutzt wird die Steinsteppe seit alters her für die Schafbeweidung, und wenn es mal regnet, ist Wasser hier das Lebenselixier schlechthin. In dieser fast baumfreien, kargen und von der Sonne ausgebrannten Landschaft können nur echte „Lebenskünstler“ bestehen: Blauflügelige Ödland-schrecke, Wolfsmilchschwärmer, Feuerlibellen und andere prächtige Insekten, oder Zwergtrappen, hunderte von Turm- und Rötelfalken oder Mittelmeer-Steinschmätzer unter den Vögeln. Zwischen den glatten Kieseln im voreiszeitlichen Flussbett der Durance wurzeln Zypressenwolfsmilch und Golddistel. Dies alles, begleitet von dem betörenden Duft unzähliger Kräuter, macht den Aufenthalt in der Crau zu einem unvergesslichen Erlebnis.

11.09.2019 - 4. Tag:

Mittwochs ist Markttag in Saint-Remy-de-Provence – eine Gelegenheit, die wir unbedingt nutzen wollen, die sehenswerten Gassen und das farbenfrohe und von Düften durchsetzte Markttreiben auf eigene Faust zu erkunden. In den Kulissen der Altstadt ist es einer der schönsten Märkte, den es zu erleben gibt. Doch Saint Remy, das Zentrum der Alpillen und für viele der Inbegriff einer malerischen Provence-Stadt mit mediterranem Charme, hat mehr zu bieten: Hier hat Vincent van Gogh nach seinem Zusammenbruch ein Jahr in der Nervenheilanstalt verbracht, aber auch gemalt. Auf den Spuren und den Plätzen seiner Kunst werden wir am Nachmittag für 2 bis 3 Stunden von einer Gästeführerin begleitet. Ein informativer Spaziergang, der aus der Stadt heraus, nach Glanum, mit Zeugnissen der römischen Vergangenheit am Fuß der Alpillen führt.

12.09.2019 - 5. Tag:

Nach der Beschaulichkeit und den Einblicken in provencalische Lebensart geht es am heutigen Tag noch einmal in die Alpillen. Diesmal jedoch stehen die Naturlandschaft und die Vogelwelt dieses nur etwa 500 m hohen Gebirgszuges im Mittelpunkt. Zusammen mit Frédéric werden wir von Saint Remy aus in diese Bergwelt aufsteigen, etwa um Habichts- und Schlangenadler oder andere Vogelarten aufzuspüren, die Felsenfestung Le-Baux-de-Provence zu besuchen und dabei die Vielfalt dieses Parc naturelle kennenzulernen. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast geht es weiter auf der Wanderung durch die Bergwelt, die nach einigen steileren, aber gut zu bewältigenden Passagen, zu traumhaften Ausblicken führt. In der hereinbrechenden Dämmerung wollen wir bei Wein, Oliven und anderen provencalischen Köstlichkeiten den Rufen der Uhus lauschen, die sich in der nahen Felswand zur Jagd sammeln.

13.09.2019 - 6. Tag:

Ein letztes Mal nimmt uns Frédéric mit auf Entdeckungstour. Wir lassen die Bergwelt der Alpillen hinter uns und begeben uns erneut in das weite Mündungsdelta der Rhône. Frédéric wird uns einen ganzen Tag lang mitten ins Herz der Camargue führen, in Schutzgebiete, wie den „Tour de Valat“ oder die „Bac de Barcarin“. Er wird für uns Türen öffnen, die den „normalen Besuchern“ verschlossen sind und uns dabei Einblicke in die letzten noch fast unberührten Teile der ursprünglichen Camargue und deren ungeheure Artenvielfalt geben. Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit – in der zweiten Septemberhälfte werden bereits viele Zugvögel die Zwischenrastplätze der Camargue verlassen haben - werden Flamingos und große Schwärme von Fluss- und Brandseeschwalben sowie zahlreiche andere Enten- und Watvogelarten zu sehen sein. Über den flachen Lagunen suchen Fischadler zu dieser Zeit nach Beute. Auch für die Mittagsrast hat Frédéric ein Erlebnis versprochen: ein rustikales Restaurant inmitten der Wildnis warten mit schattigen Plätzen und typischen Speiseangebot auf uns. Mit den Eindrücken aus der weiten Steppenlandschaft und der Vielfalt der Marais werden wir nach Beaucaire zurückfahren und uns von Frédéric Bouvet, unserem Englisch sprechenden Begleiter, verabschieden.

14.09.2019 - 7. Tag:

Der heutige Sonnabend in der westlichen Provence ist der wunderschönen Stadt Arles gewidmet. Keine andere Stadt ist so reich an Baudenkmälern, in keiner ist das römische Erbe so gegenwärtig und keine besticht so sehr durch ihren unaufdringlichen Charme. Es ist Markttag und ein unglaublich farbenfrohes Treiben voller Düfte in den Straßen: Unter die Aromen des allgegenwärtigen Lavendels mischen sich die der Tapenaden, frischen Brote, der leckeren Ziegenkäse oder der überbordenden Gewürzstände. Bei einem geführten Stadtrundgang am Nachmittag werden wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt kennenlernen. Danach bleibt noch etwas Zeit, die Stadt und ihre Besonderheiten inmitten des bunten Treibens auf den Straßen auf eigene Faust weiter zu entdecken. Auch in Arles hat Vincent van Gogh gelebt und gemalt. Viele seiner Motive sind bei einem Rundgang zu entdecken und dargestellt. Kleine Plätze mit Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein, genauso wie üppige Parks und Innenhöfe.

15.09.2019 - 8. Tag:

Den letzten Tag im Westen der Provence widmen wir noch einmal den Landschaften in den südwestlichen Ausläufern der Alpillen nahe Beaucaire. Eine von Pausen unterbrochene etwa dreistündige leichte Wanderung führt uns zunächst zum Aqueduc-de-Barbegal – im Gegensatz zum weithin bekannten Pont du Gard, die nicht in der Provence liegt, ein echter Geheimtipp. Dann geht es weiter zum Moulin de Daudet oberhalb von Fontvielle, wo nach der Tour die Möglichkeit zu einer kleinen Mittagsrast in einem der vielen kleinen Restaurants besteht. Mit dem Bus geht es nachmittags zurück nach Beaucaire. Bei einem kleinen Bummel haben wir Gelegenheit, die dortige Altstadt und die Festungsanlage kennenzulernen oder die auf der anderen Flussseite liegende Stadt Tarascon, ebenfalls von einer Festung bewehrt, zu erkunden. Am späten Nachmittag geht es ein letztes Mal zurück in das Hotel in Beaucaire.

16.09.2019 - 9. Tag:

In der zweiten Woche unserer Reise wollen wir den wilderen Osten der Provence erkunden. Um die Fahrzeiten zu verkürzen, wechseln wir unser Hotel und ziehen nach Apt, zwischen den Naturparken der „Montagne du Luberon“ und dem „Plateau de Vaucluse“ gelegen. In der „Hauptstadt des Luberon“ treffen wir noch einmal auf die französische Lebensart, etwas beschaulicher als in Arles oder St. Remy, aber nicht weniger interessant. Der erste Nachmittag ist der Erkundung der Stadt gewidmet. Am Vormittag geht es allerdings zunächst nahe Bonnieux einen Berghang hinauf zu den „Enclos de Borries“, einer Anlage historischer Steinhäuser. Eingebettet in duftende Kräuterwiesen, über denen Schmetterlinge tanzen und hier und da Eidechsen vorbeihuschen, verströmt dieser Ort eine unglaubliche Ruhe und Besinnlichkeit. Hinzu kommt eine grandiose Aussicht bis hin zum Schloss des Marquis de Sade in Lacoste oder dem kahlen Gipfel des Mont Ventoux. Von den Borries ist es nicht weit in das an und auf einem Felsen gebaute Bergdorf Bonnieux, das erkundet werden möchte.

17.09.2019 - 10. Tag:

Der erste Ausflug von unserem neuen Standort führt an die nördlichen Hänge der „Monts de Vaucluse“ nach Monieux, dort wo der Fluss Nesque eine tiefe Schlucht in das weiche Gestein gegraben hat. Die „Gorges de la Nesque“ gehören zu den eindrucksvollsten Naturlandschaften der Provence, und bei unserer Wanderung werden wir einem Weg entlang des Plateaus folgen, der immer wieder gewaltige Einblicke in die herbe Schönheit dieser Gebirgslandschaft geben wird. Schlangenadler könnten hier auftauchen. Bunte Schmetterlinge suchen auf Wildblumenwiesen mit Herbstzeitloser, Kleinem und Großen Wiesenknopf, Scabiosen, Salbeiarten und Flockenblumen nach Nektar. Nach einem kleinen Picknick am See wenden wir uns dem Lavendel zu, denn schließlich sind wir hier mitten im Gebiet des Lavendels. Die Ernte ist inzwischen abgeschlossen, nur vereinzelt treffen wir noch auf blühenden Lavendel. In der Nähe von Sault besuchen wir eine Lavendel-Destillerie und erfahren in dem kleinen Biobetrieb sehr authentisch etwas über diese Charakterpflanze der Provence.

18.09.2019 - 11. Tag:

Einblicke in eine der schönen Felsenschluchten stehen auch heute auf dem Programm – allerdings vom Wasser aus, bei einer Kanutour auf dem Verdon. In den „Basses Gorges du Verdon“ ist das Wasser aufgestaut und deshalb weitgehend strömungsfrei. Mit den Kanus oder alternativ in Elektrobooten geht es über einen kleinen Stausee in den Beginn der Schlucht. Hinter jeder Biegung rücken die Felsen näher zusammen und wachsen höher hinauf. Blühender Efeu, Waldreben, Tüpfelfarn und Moose klammern sich ans Gestein, Felsenschwalben jagen über unseren Köpfen, die Kälte des Wassers ist zu spüren. Kleine Wasserfälle plätschern neben den Booten, hin und wieder schießt ein blauer Blitz, der Eisvogel, zeternd vorbei. Es ist ein eindrucksvolles Erlebnis, das übrigens auch Reisegästen, die sich nicht ins Kanu trauen, eröffnet werden kann.

Mittags besuchen wir den von einem Stern-überkronten-Ort: Moustiers-Sainte-Marie. Ein wahrhaftiges Felsennest, durch den ein Bach über Wasserfälle seinen Weg sucht und ins Tal stürzt. Hoch über dem Ort, nahe der Wallfahrtskapelle Notre Dame de Beauvoir, ist tatsächlich seit dem 16. Jahrhundert ein glänzender Stern zwischen zwei hoch aufragende Felsen aufgehängt. Im Ort, der inzwischen zahlreiche Touristen anlockt, sind Geschäfte mit Antikwaren, den besonderen Fayencen, eine zinnglasierte Keramik, oder andere regionale Produkte zu finden.

19.09.2019 - 12. Tag:

Dieser Tag ist dem Ocker gewidmet, aus dem die typischen Farben der Provence stammen. Zunächst geht es in die Gegend von Rustrel, wo wir bei einer Wanderung die aufgelassenen Ockersteinbrüche des „Colorado Provencal“ erkunden. So wie die Häuser in den Ortschaften dieser Region leuchten uns Hügelketten in einer ganzen Palette von Ockertönen entgegen, von Safrangelb und Erdbraun über Karmesin und Zinnober bis Weinrot und Violett. Eine Kulisse, die geradezu zum Fotografieren einlädt. So voller Erdfarben erwartet uns später auch die Stadt Roussillon, deren Häuser eng auf einem Ockerfelsen zusammengedrängt weit über die Ebene leuchten. Enge Gassen mit farbenprächtigen Häusern, freundliche Cafés und gemütliche Restaurants laden ein, am Nachmittag durch den Ort zu bummeln und den Tag auf französische Art ausklingen zu lassen.

20.09.2019 - 13. Tag:

Auf der Rückreise lassen wir noch einmal Lavendelfelder und die liebliche Landschaft des Luberon an uns vorbeiziehen, passieren das eine oder andere Dorf und nehmen Abschied von der Provence und der französischen Lebensart, die uns auf dieser Reise begleitet haben. Schließlich erreichen wir die Autobahn und folgen der Rhône gen Norden zu unserem Zwischenübernachtungshotel in Neuenburg am Rhein.

21.09.2019 - 14. Tag:

Am letzten Tag der Heimreise geht es zurück zu unseren Einstiegsorten, die wir am späten Nachmittag erreichen wollen.